Die Letzte Show

Buch: Lutz Hübner

Regie: Susanne Franz

 

23. - 27.3.2007

Aula Theodor-Heuss-Gymnasium Freiburg


Besetzung und Crew: Schülerinnen und Schüler des THG.

 

 

Presse
Wer das neueste Werk des derzeit meistgespielten deutsche Dramatikers Lutz Hübner sehen will, sollte sich jetzt "Die letzte Show" im Theodor-Heuss-Gymnasium nicht entgehen lassen (Regie: Susanne Franz). Denn in diesem turbulenten Jugendstück treffen mit der 16-jährigen Emilia und deren eben verstorbenen Hippie-Tante zwei Generationen mit ganz unterschiedlichen Wünschen in einem schön schrägen Geister-Szenario aufeinander, bei dem sich die großen Ängste unserer Tage wie Leistungsdruck und Schönheitswahn trefflich in komisch-grausamen Albträumen formieren.: In dieser Nacht werden Emilias Fiktionen im Guten wie im Bösen wahr, und das führt Stück für Stück durch die Katharsis. Denn statt Adas lebenslanger, rebellischer Suche nach Freiheit opfert die ehrgeizige Emilia für ihre Zukunftspläne jede Lebendigkeit - und zerbricht fast an der eigenen Disziplin und Strenge. Dank spritziger Dialoge, einer kunterbunten Chaoskulisse und viel Situationskomik bleibt die Inszenierung trotz solch komplexen Subtextes ausgesprochen leichtfüßig und stellen weise so authentisch, dass den Oberstufenschülern ihre Texte scheinbar ganz selbstverständlich aus der Seele blubbern. Für Tempo und beat sorgen mutig präsentierte Livesongs von Rap bis Rock. Ein kluges Stück Theater um die zeitlose Frage: Bist du glücklich?
(Badische Zeitung, 27.3.2007)


Zum Stück
Emilia, 16, hat unerwartet geerbt. Die berüchtigte Tante Ada ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und hat Emilia den Schlüssel zu ihrer Wohnung in Berlin vermacht, mit allem, was sich darin befindet. Eine Aussteigerin soll sie gewesen sein, ein Hippie, ein Blumenmädchen oder wie auch immer man das damals genannt hat, egal, nicht Emilias Problem. Eine Nacht in dieser runter gerockten Wohnung, morgen alles beim Trödler verticken und dann schnellstens zurück nach Hause, die Prüfungsvorbereitungen laufen schließlich auf Hochtouren! Doch in der Nacht erscheinen Traum-Gestalten aus Vergangenheit und Gegenwart, die ungebeten die "Showbühne" von Emilias Lebens betreten: Freund Michi, Lehrerin Kowalski, Mutter Rike und - natürlich die verstorbene Tante Ada. Die nächtliche "Geistershow" mutiert zur Jury über Emilias Leben zur Chirurgenversammlung, die zum Skalpell greift... Dieser Alptraum, so sein zu müssen, wie alle es von ihr erwarten, zwingt Emilia, sich ihren Ängsten zu stellen und auf den Weg zu machen zu ihrer wirklichen Identität... ...denn ruck - zuck hat man das eigene Leben verpasst!

Eine Veranstaltung des Fördervereins des Theodor-Heuss-Gymnasiums